Unterwegs mit einem Salzbauern

  • Visite avec Laurent Retailleau - paludier
  • Paludier au travail dans sa saline
  • Passage sur le pont avec autorisation
  • Réglage de l'eau dans les marais salants
  • Explication sur le fonctionnement d'une saline
  • Marais salants du Mès
„Ich starte meine 14. Saison als Salzbauer…. Trotz Routinearbeit ist und bleibt jede Saison eine neue Herausforderung: so habe ich gute und schlechte, aber auch mittelmäßige Salzjahre erlebt…“

Laurent versteht es, uns seinen Beruf und seine Leidenschaft auf interessante Art und Weise näher zu bringen. Er erzählt Anekdoten, lässt uns raten, witzelt… Kurzum wir tauchen vollumfänglich in seine Welt ein. Er lacht: „Hier sind wir nicht Massenproduzenten, sondern leben ein ruhiges Leben, abhängig von der Natur! Sie diktiert uns unsere Produktionsvorgaben…“

Auf einer Karte, zeigt er uns, wo sich seine Salzbecken befinden: genau auf der Grenze zwischen zwei Kommunen: Assérac und St-Molf in der Nähe von der Bucht Pont-Mahé, die ihrerseits bekannt ist für die Muschelzucht.
Wie Felder eines Brettspiels sehen die verschiedenen Becken aus, die er auf einer Holztafel aufgezeichnet hat. Genauso wie beim Spiel braucht es das nötige Glück: das schöne Wetter, der richtige Wind machen, dass das Kristallisieren gut voranschreitet, umgekehrt sorgen schlechtes Wetter, Regen für Rückschläge. „Das Regeln des Wasserstandes ist ein weiteres A und O, um ideale Bedingungen gut auszunutzen. Darum heißt es täglich zwei Mal eine Runde drehen, um zu überprüfen, dass alles seinen richtigen Lauf nimmt.“

Ein Windstoß sorgt für Wellen in den Salzgärten doch das Wesentliche spielt sich in den Becken ab. Dort fließt das Wasser auch während unseres Besuches auf praktisch unsichtbare Weise und leise Richtung Auskristallisierungsbecken.

Laurent erscheint sorglos und glücklich mit seinem Rucksack, den Crocs und seinem braungebrannten Gesicht. Doch auf dem Weg zum Absinkbecken La Vasière vertraut er uns an, dass er vielleicht zur letzten Generation der Salzbauern gehört. Die Erhöhung der Meeresspiegel könnte die Zukunft der Salzgärten gefährden und das Aussterben eines jahrhundertealten Handwerks bewirken. Es ist unmöglich, dieses Geständnis als belanglos hinzunehmen.

70 % der Arbeit eines Salzbauern betrifft den Unterhalt der Saline. Diese Arbeiten beginnen im Februar und sind genauso wie das Wetter sehr entscheidend für eine gute Ernte. „Abends an windstillen Tagen muss man zudem schnell mit der Arbeit aufzuhören wissen, wenn man nicht von Mücken zerstochen werden will“ witzelt Laurent weiter. Es ist wirklich ein Beruf, der nicht immer einfach ist! „Doch wenn man nach getaner Arbeit seine Stiefel auszieht, wenn man das gute Gefühl hat, sein Bestes gegeben zu haben und alles bereit ist, dann sagt man sich: es hat sich gelohnt…Alles andere ist wie ein Wunder!“

Unser Besuch startete auf den Anhöhen der Salinen. Doch nach etwa einer halben Stunde ist der Zeitpunkt gekommen: wir steigen zu den Auskristallisierungsbecken runter! Hier balancieren wir in Einerkolonne auf den Lehmsteigen, die die Becken voneinander abtrennen und fühlen uns selber wie Salzbauern. Kein Wunder denn normalerweise ist der Zugang hierher nur für letztere gestattet!


Doch der wirkliche Höhepunkt ist die Fleur de Sel-Degustation zum Abschluss unseres Besuches! Laurent kommentiert: „Ich liebe diesen Veilchenduft des feinen weißen Fleur de Sel Salzes. Es ist wie ein Zauber oder sogar verzaubert…denn bei der Ernte erscheint uns die Salzblume hin und wieder rosa!“ Das Fleur de Sel ist geschmacksvoll und bietet einen langen Nachgeschmack. Wir verstehen nun gut, weshalb diese „Blume“ viele einheimische Küchenchefs bezaubert und dazu verführt, dass sie nicht mehr ohne sie leben können!


Der Schrei von ein paar Säbelschnäblern lässt unseren Blick in die Höhe schweifen. Wir schließen die Augen und stellen uns vor, dass wir im Winter sind und Laurent die Vasière für Reinigungszwecke entleert hat. „Mehr als 200 Vogelarten kann man zu diesem Zeitpunkt zählen“ erzählt Laurent. Ein wahres Naturschauspiel, das nicht jeder das Glück hat mitzuerleben!
Schon ist unser Besuch zu Ende und Laurent wirft in die Runde: „Wie auch immer, ich mag mein Büro unter freiem Himmel!“
Haben auch Sie Lust auf einen Besuch der Salzgärten von Laurent? Klicken Sie auf den folgenden Link: Bretonische Erlebnisse
 

Gut zu wissen: 

Besuche finden vom 01/07 bis zum 31/08 dienstags und donnerstags um 10.30 Uhr statt. Das restliche Jahr über auf Vorreservation. Besuchsdauer: 1 ½ Stunden, Preis: 4 € pro Person, gratis für Kinder unter 7 Jahren.
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Kontaktadresse
Visite de la Saline de Beauregard
Rue des Salorges
44410
ASSERAC
Tel. : +33 2 40 70 71 84
Mob. : +33 6 76 88 47 62