Vogelbeobachtung in der Naturschutzzone Pierre Constant im Regionalpark La Brière

Die Halbinsel Guérande könnte man ganz einfach als «Vogelparadies» bezeichnen, denn an Vogelwarten und an Artenvielfalt fehlt es nicht. Wir haben die Naturschutzzone Pierre Constant im Regionalpark La Brière gewählt für diesen ornithologischen Ausflug.
Marais de Brière à St-Malo de Guersac
Nach rund 10 Minuten Fußmarsch entlang des Kanals Rozé – Saint-Malo de Guersac, kommen wir im Naturschutzgebiet an. Hier erwartet uns Florence. Sie ist Animatorin im Regionalpark La Brière und spezialisiert in Ökotourismus.

Welch idyllischer Anblick: entlang des Kanals liegen die typischen Chaland-Boote umrahmt von den Schilfhainen und den weitflächigen Wasserwegen. Im Hintergrund erkennt man majestätisch die Brücke von Saint-Nazaire… Es gibt keinen Zweifel: wir sind in der Feuchtzone La Brière! 
 

Mit Feldstecher und Stiefeln ausgerüstet, sind wir startklar zu unserem ornithologischen Ausflug. 

Florence, animatrice environnement au Parc naturel régional de Brière
« Prima, ihr seid schon alle eingetroffen! » stellt Florence zufrieden fest. Rund 15 Teilnehmer befinden sich hier am Eingang zur Schutzzone. Eine bunte Mischung aus Feriengästen und einheimischen Naturliebhabern, die von diesem Frühlingstag profitieren wollen, um diese geschützte Zone des Sumpf- und Moorgebiets kennenzulernen oder wiederzuentdecken!

«Ich schlage vor, wir starten mit einer kurzen Präsentation der Region.» Auf einer Karte der Halbinsel Guérande erklärt Florence uns genau, welche verschiedenen Lebensräume wir hier finden können. «Hier sind wir im Gegensatz zu den Salzgärten Guérandes oder von Més in einer Süßwasser Zone.» Sie erklärt uns auch die Geschichte der Feuchtzone, bevor es losgeht, zum Beobachten der Vögel.
 

Kaum gestartet, machen wir schon eine Pause in der Warte. 

Diese aus Holz gebaute Warte unterscheidet sich kaum von der Landschaft. «Zögert nicht, öffnet ruhig die Läden! » ermuntert uns Florence. So setzen wir uns auf die kleinen Bänke und profitieren von der idealen Sicht auf die Sumpf- und Moorlandschaft.


Wir profitieren vollumfänglich vom Naturschauspiel, das uns Vögel wie die Brandenten, Uferschnepfen und andere liefern. Es fällt uns nicht schwer die Ruhe zu bewahren, um dieses Privileg vollumfänglich zu genießen. «Willst du meinen Feldstecher?» fragt Rémi, 6 Jahre alt, seine Mutter, nachdem er damit völlig begeistert den Abflug von ein paar Kormoranen erspäht hat.

Sie ist ein ideales, windgeschütztes Versteck, um die Vögel in aller Ruhe zu beobachten!

 
  • Observation des oiseaux à la Réserve naturelle régionale Pierre Constant
  • Oiseaux de la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Ivan, petit reporter nature
  • Observatoire de la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Sortie nature à la Réserve naturelle régionale de Brière
  • Oies dans la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Observatoire de la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Réserve naturelle régionale Pierre Constant - Marais de Brière
  • Observatoire de la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Vue sur le bourg de Saint-Malo de Guersac depuis la Réserve naturelle régionale
  • Observatoire de la Réserve naturelle régionale du marais de Brière
  • Observation à la longue vue dans le marais de Brière

Das Beobachten geht weiter… 

...und wir profitieren um in den oberen Stock der Warte zu steigen. Hier ist es zwar weniger geschützt als vorher, dafür hat man eine bessere Weitsicht auf das Sumpf- und Moorgebiet. Dann geht es wirklich ins Naturschutzgebiet rein! Wir fühlen uns wie echte Naturforscher…unsere Schritte sind vorsichtig und langsam auf den feuchten Uferwegen, die uns etwas „wackelig“  erscheinen nach der regnerischen Winterperiode. Wir lassen unsere Blicke regelmäßig über das Sumpf- und Moorgebiet, aber auch über die Schilfhaine gleiten und heben unsere Köpfe in die Höhe, um nicht die Weißbart-Seeschwalben aus den Augen zu verlieren, die erst vor ein paar Tagen aus Afrika zurückgekehrt sind. Wir hören angestrengt hin, um den Ruf des Blaukehlchens von jenem des Schilfrohrsängers zu unterscheiden!
Ivan, petit reporter nature
Einer, dem nichts entgeht, ist Ivan. Er ist 10 Jahre alt und verbringt seine Frühlingsferien mit seinen Eltern hier in der Gegend. Er ist ein wahrer Live-Reporter!
Man spürt, dass die Natur es ihm angetan hat: er hat nicht nur seinen Feldstecher um den Hals, sondern auch einen Notizblock und Bleistift zur Hand, um alles was er hört und sieht zu notieren und illustrieren!


«Welche Fische gibt es hier?» will der Junge von Florence wissen. Sie erklärt ihm, dass es rund 10 verschiedene Fischarten gibt wie den Aal, den Hecht, die Karpfen, die Rotaugen, die Brachsen oder der Barsche.
Unser Besuch endet mit einem Glückstreffer: wir sehen ein Blaukehlchen, das nicht weit von uns entfernt auf einem Schilfrohr sitzt! «Toll, ich hab’s fotografieren können, » erfreut sich eine der Teilnehmerinnen. Schon geht es zurück zum Ausgangspunkt unseres Besuches. Unsere Gesichter sind vom Wind gerötet und unsere Haare leicht zerzaust, doch das ist Nebensache. Hauptsache ist, dass wir alle zufrieden und dankbar sind für die schönen Momente, die wir mit der Natur teilen durften.

Haben Sie auch Lust auf ein solches Stelldichein mit der Natur und Vogelwelt im Naturschutzgebiet Pierre Constant in St-Malo de Guersac? Klicken Sie auf den Link  Regionalpark La Brière  um mehr über die Ausflüge und Besuchsstätten des Parks zu erfahren.

Gut zu wissen: Die Naturschutzzone Pierre Constat kann auch ohne Führung besucht werden und steht 7/7 Tage offen. Doch erlauben geführte Touren Zugang zu sonst nicht geöffneten Teilen bzw. welche nur im Juli und August von 11.30 bis 17.30 Uhr für das breite Publikum zugänglich sind.